Man hätte den Roman auch "Hippies im Weltraum" nennen können, denn eigentlich ist
nur rein formal Science Fiction. Philip K. Dick hat in diesem Werk seine Drogenerfahrungen aus den 60ern verarbeitet und einfach in eine unbestimmte Zukunft auf der Erde versetzt. Weltraum kommt genau genommen auch gar nicht darin vor – dafür aber handfeste Paranoia und
Eine handvoll experimentierfreudiger Zeitgenossen dealen und konsumieren, was das Zeug hält. Agent Fred spielt den V-Mann, wird jedoch bald selbst in den psychedelischen Strudel hineingezogen. Schuld ist Substanz T. Das Teufelszeug treibt sein Unwesen mit dem
Corpus callosum und bald verdient der Undercover-Mann seine Brötchen damit, sich selbst beim Rasieren zu beobachten.
Wenn man den praktischen "Jedermann-Anzug" durch, sagen wir mal
so etwas ersetzt, könnte der Roman auch ohne größere Schwierigkeiten in der Jetzt-Zeit spielen – doch das macht ihn nicht weniger lesenswert. Realität und Drogenfantasie werden in Dick'scher Manier vermixt, obwohl nicht in so einem Ausmaß wie beispielsweise bei
Ubik
, dass man das Buch gleich zweimal durchlesen möchte, um den intellektuellen Kapriolen des Autors zu folgen. Man merkt, dass der Autor beim Thema Drogen ein ernstes Anliegen verfolgt, doch das wirkt keinesfalls aufgesetzt oder oberlehrerhaft. Ein wirklich empfehlenswertes Buch auch für Menschen, die sich sonst nicht für SF begeistern. Prädikat: besonders wertvoll.
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Die Verfilmung von 2006 |
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